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Ein Datingbeitrag

Gastbeitrag von Ammiro González (capsis.de)| in pdf-Format

Seit dem Internetboom im Jahre 2000 ist ein Phänomen immer stärker in den Vordergrund getreten. Damals wollte jede private Person und erst recht jede Firma an das globale Netzt angeschlossen sein und eine eigene Homepage besitzen. Die Firma Yahoo stellte damals geocities kostenlos mit zahlreichen Vorlagen bereit . Dieselbe Firma ermöglichte einen Chat mit anderen Teilnehmern weltweit.

Der Soziologe Dirk Bäcker nennt das Internet die vierte Stufe der Kommunikationsentwicklung neben Sprache, Schrift und Buchdruck.

Schon damals hat das Fieber angefangen:
Als Mann möchte ich vorzugsweise mit Frauen chatten. Vielleicht treffe ich ja meinen Traumpartner im Netz, womöglich auf einem anderen Kontinent oder aus einer exotischen Region.

Nach dieser Chatphase, welche den Unternehmern nicht immer direkt Geld brachte folgten Datingbörsen. In solchen Börsen konnte man die Profile und Photos von vielen verschiedenen jungen Frauen oder Männern auf Partnersuche anschauen.

Rein Theoretisch war es ein sehr gutes Konzept zuerst einen Partner nach Geschmack und Aussehen online zu finden und danach den- oder dieselbe im echten Leben kennenzulernen. Das ermöglicht weltweite Partnersuche vom heimischen Computer aus. Noch dazu konnte man ein stetig zuuwachsende Benutzerzahl erwarten.

Die Firmen wollen mit ihren Datingbörsen Geld verdienen und führen verschiedene Zahlungsmodelle ein. Entweder kann man dem Partner einen Strauß Blumen virtuell oder real gegen Aufpreis zuschicken, oder es gilt das Konzept der “Ladies Night”. Das heißt, nur Frauen können kostenlos mit Männern chatten. Manchmal gibt es andere Beschränkungen.

Eine kurze Zusammenfassung über Datingformen: video summary about dating:

Dennoch lernt sich jedes dritte Paar online kennen, auch neue Services wie Elitepartner oder Parship haben Einzug gefunden. Für eine geringe monatliche Gebühr soll der Partner passend zum eigenen Profil gefunden und auf Seriosität geprüft werden. Diese Firmen versprechen, mit wissenschaftlichen Methoden den idealen Partner zu finden.

Leider werden diese Versprechen nicht immer eingelöst. So begegnen dem Nutzer viele Karteileichen, unvollständige Profile und unpassende Vorschläge. Hier gilt nicht unbedingt, dass das Echte gleich Geld kosten sollte. Manche Portale wollen dagegen erst Profile freischalten nach einer Personalausweiskopie. Dies erhöht natürlich die Zuverlässigkeit der Angaben.

Laut einer Umfrage sollen nur die wenigsten Nutzer gute Erfahrungen mit solchen Datingbörsen gemacht haben.

Dies ist verständlich, da Soziologen glauben, dass eine Beziehung wesentlich von unserer Zusammenarbeit und von äußeren Umständen abhängig ist. Das heißt es ist besser sich real kennenzulernen und sich dann für oder gegen eine Beziehung zu entscheiden.

Dabei spielt das Aussehen genauso eine Rolle wie die Überprüfbarkeit der Aussagen. Im echten Leben sind Aussehen eines Menschen, seine Bewegungen, der Geruch, die Stimme
Entscheidend.

Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass besser aussehende Personen wesentlich mehr verdienen. Wenn ein Mensch vor mir steht kann ich im Gegensatz zum Chat oder Datingbörsen bestätigen, dass eine junge Frau vor mir steht. Man kann schneller herausfinden, wie wahr die Geschichte ist, welche mir die Person erzählt, beispielsweise durch konträre Angaben oder Unstimmigkeiten. Leider helfen auch geprüfte Bilder auf Edarling nicht weiter, da man schließlich nicht seine Personalnummer eingeben muss zur Bestätigung.

In beiden fällen gibt es keine Garantie, dass die gegebenen Informationen der vollkommenen Wahrheit entsprechen, vielmehr Wahrscheinlichkeiten (s.o.) Im Internet wie im echten Leben kann es zu guten Beziehungen kommen. Dies hängt von den Menschen und den Umständen ab. Mann oder Frau sollte in jedem Fall ehrlich sein, denn Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Eine gute Selbstvermarktung ist wichtig.

Dabei sollen nur 30% der Deutschen eine gute Selbsteinschätzung beim Küssen haben. Dagegen sind es in Spanien 79%, in Italien 81% und in Frankreich 85%
Diese Zahlen werden von deutscher Seite bestätigt, wobei die Franzosen mit 0% den Deutschen keine einzige Stimme geben. Für Deutsche und Franzosen soll ein Kuss zärtlich und leidenschaftlich sein. Franzosen bevorzugen dabei einen angenehmen Atem. Dagegen schätzen Italiener und Spanier die Spontaneität eines Kusses.

Die echten Romantiker sind der Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von Friendscout24 zufolge die Deutschen und die Spanier. Übrigens sollen Männer im Urlaub bei einem Flirt an Liebe machen und Frauen an Romanzen interessiert sein.

Gemäß einer Umfrage im Auftrag von Elitepartner sind 43% Männer vom Urlaubsflirt und danach einer festen Beziehung überzeugt. Bei den Frauen sind es nur 34%.

Bei allen Nationen ist es wichtig kreativ beim Küssen oder beim Flirten zu sein. Beispielsweise sollte keine Machosprüche angebracht werden und der Dame ein Drink spendiert werden.

Bei beiden sollte der ideale Partner Humor haben, schön aussehen, klug sein und für den Partner da sein. Außerdem zählt ein guter Charakter sehr viel. Jedoch ist die Beziehung oder der Eindruck wie die meisten Sachen im Leben rein subjektiv.

Das Vorurteil, dass gutaussehende Männer oder Frauen angeberisch und “Zicken” sind, bestätigt sich leider bei den meisten Deutschen gemäß einer Yahoo umfrage.

Als Fazit gilt: Mann bzw. Frau sollte sich trauen, voller Optimismus an das Dating herangehen und vor allem natürlich sein. Der Spruch “Trau dich mal Mädchen anzusprechen und gehe auf sie zu denn desto hübscher das Mädchen umso einsamer ;).“ von Wave aus Yahoo answers kann auch auf Frauen übertragen werden.

Aktuell bleiben immer mehr Kinder als sogenannte Nesthocker zu Hause und ziehen erst relativ spät von den Eltern aus oder garnicht. Einer Studie der Uiniversity of Chicago beginnt das spürbare Erwachsenwerden und der eventuelle Auszug in Amerika mit 26 Jahren.

Dies hat vor allem zwei Gründe: Die Eltern wollen, dass es ihren Kindern besser ergeht als ihnen selber, dass sie nicht arbeiten und lernen müssen. Aus diesem Grund bieten viele Eltern ihren Kindern an zu Hause zu bleiben, bis das Studium um ist und der Arbeitsplatz gefunden wird. Dieser „kurzen“ Studienaufenthalt verlängert sich meistens um fünf bis acht Jahre.

Die Gesamtsituation wird durch eine immer fordernde Wirtschaft und hohen Mietkosten angeheizt.

Beispiele für eine lange „Aufenthaltsdauer“ finden sich in der Literatur und in Filmen wie in Tanguy (Frankreich) und Zum Ausziehen verführt (Amerika).

Gegenüber den Nachteilen, wie Unselbsständigkeit und Abhängigkeit stehen viele Vorteile. So wird die meist teure Miete gespart und das Kind hat mehr Geld zur Verfügung. Das heißt es ergeben sich attraktive Bedingungen für Firmengründungen wie movieflix.com (mehr dazu unter Vitanit Business).

Zusätzliche Informationen:
1988 IRC Chat
1990 WebChat
2000 Internetboom

25% der Internetnutzer verlieben sich online
43% der Männer glauben an den Urlaubsflirt
30% der Deutschen haben eine gute Selbsteinschätzung
2800 Dating Börsen im Deutschsprachigem Raum
6,3 Millionen Besucher jeden Monat

2 Antworten auf „Ein Datingbeitrag“

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